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Wann ist Muttertag weltweit? — 199 Länder, sechs Datumsregeln (2026)
In Deutschland ist Muttertag am Sonntag, dem 10. Mai 2026 — wie in den meisten Ländern, in denen der Tag überhaupt gefeiert wird. Doch dieser zweite Maisonntag ist nur eine von sechs Regeln, mit denen die Welt das Datum festlegt. In rund einem Drittel der Staaten fällt der Muttertag auf einen anderen Tag — manchmal Wochen vor, manchmal Monate nach dem bundesdeutschen Termin. Eine Bestandsaufnahme, geordnet nach Konvention, mit historischen Notizen und einer kompletten Länderliste.
Der deutsche Muttertag — eine kurze, unbequeme Geschichte
Der Muttertag ist in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag — und er hat keine jahrhundertealten Wurzeln. Eingeführt wurde er 1923 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber, der das Geschäftsmodell der amerikanischen Aktivistin Anna Jarvis von 1908 importierte. In den ersten Jahren war der Tag ausdrücklich eine kommerzielle Verkaufsförderung des Blumeneinzelhandels — kein gesellschaftlicher Konsens, kein politischer Akt.
Das änderte sich nach 1933. Die Nationalsozialisten vereinnahmten den Muttertag als Bühne ihrer Bevölkerungspolitik: Ab 1934 wurde der zweite Maisonntag zum Reichsfeiertag aufgewertet, ab 1938 wurden kinderreiche Mütter mit dem Ehrenkreuz der Deutschen Mutter — bekannt als „Mutterkreuz" — in drei Stufen ausgezeichnet. Die Aufladung des Tages mit nationalsozialistischer Bevölkerungsideologie war eines der eindringlichsten Beispiele dafür, wie das Regime alltagskulturelle Anlässe politisch instrumentalisierte.
Die Bundesrepublik behielt den zweiten Maisonntag nach 1945 bei, entkleidete ihn jedoch der ideologischen Konnotationen und überließ ihn weitgehend dem privaten Bereich. In der DDR existierte der Muttertag de facto nicht; die Würdigung verlagerte sich auf den Internationalen Frauentag am 8. März — eine Tradition, die in einigen ehemals sozialistischen Staaten bis heute fortbesteht und mit der Muttertagsfunktion verschmolzen ist (siehe unten).
Heute ist der Muttertag in Deutschland ein verbreiteter, aber freiwilliger Anlass. Er steht im öffentlichen Diskurs gelegentlich in Spannung zu seiner Geschichte — eine Spannung, die in deutschen Kommentaren seit Jahrzehnten regelmäßig wiederkehrt und die ihn vom rein kommerziellen Tag in den angelsächsischen Ländern unterscheidet.
Sechs Regeln, sechs Welten
Wenn man die nationalen Feiertagskalender systematisch sortiert, kristallisieren sich sechs dominierende Datumsregeln heraus — plus rund 30 Länder, die ihre eigenen Wege gehen.
- Zweiter Sonntag im Mai — die globale Standardregel; rund 110 Länder, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz, USA, Kanada, Australien, Brasilien, Japan und der größte Teil Europas. 2026: 10. Mai.
- 21. März — Frühlingsäquinoktium (arabische Welt): Ägypten führte den Tag 1956 ein; die Konvention breitete sich auf 16 arabische Staaten aus.
- Letzter Sonntag im Mai (Frankophonie): Frankreich, weite Teile des frankophonen Afrika sowie Schweden und die Dominikanische Republik. 2026: 31. Mai.
- Erster Sonntag im Mai (Iberische Halbinsel + Lusophonie): Spanien, Portugal, Andorra, Angola, Mosambik, Litauen, Lettland, Ungarn — und Mosambik wegen der portugiesischen Kolonialtradition. 2026: 3. Mai.
- 8. März — Internationaler Frauentag: In rund 25 Ländern, vor allem im postsowjetischen Raum (Russland, Ukraine, Belarus, Kasachstan, Aserbaidschan u. a.) sowie Albanien, Bulgarien und Kosovo, fließt der Muttertag in den Frauentag ein — staatlicher Feiertag, gesellschaftlich übergreifend.
- Mothering Sunday — vierter Fastensonntag (Vereinigtes Königreich, Irland): Datum wandert mit Ostern. 2026: 15. März.
Hinzu kommen rund 30 Staaten mit eigenständigen Daten — Russland (letzter Novembersonntag), Indonesien (22. Dezember, in Erinnerung an den Frauenkongress 1928), Thailand (12. August, Geburtstag der Königin Sirikit), Norwegen (zweiter Februarsonntag), Mexiko (10. Mai, fixiert auf das Datum, nie auf den Sonntag verschoben).
Der zweite Sonntag im Mai — die globale Mehrheit
Etwa 110 Länder feiern den Muttertag am zweiten Sonntag im Mai — weit mehr als auf jedes andere Datum entfallen. Diese Konvention geht auf die US-amerikanische Aktivistin Anna Jarvis zurück, deren Kampagne 1914 zur Erklärung des Tages durch Präsident Woodrow Wilson führte. Innerhalb von zwei Jahrzehnten war das Datum über die englischsprachige Welt hinaus in Mitteleuropa, Lateinamerika und Asien übernommen — meist durch kommerzielle Mimikry des Blumen- und Süßwarenhandels.
Auf diesem Datum versammeln sich Deutschland, Österreich, die Schweiz, die gesamten USA, Kanada, Australien, Neuseeland, China (als informeller, nicht gesetzlicher Anlass), Japan, Brasilien, Indien sowie die meisten Länder Europas und Lateinamerikas. 2026 fällt er auf Sonntag, den 10. Mai.
21. März — der arabische Frühlingsmuttertag
Im Jahr 1956 schrieb der ägyptische Journalist Mustafa Amin in seiner Kolumne in Akhbar El-Yom einen Vorschlag nieder: Die arabische Welt brauche einen eigenen Muttertag, abgekoppelt vom amerikanischen Datum. Er schlug das Frühlingsäquinoktium am 21. März vor — symbolisch verbunden mit dem Beginn neuen Lebens. Präsident Gamal Abdel Nasser griff den Vorschlag auf, und das Datum wurde von Kairo über die gesamte arabische Welt exportiert.
Heute begehen Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Kuwait, Oman, Bahrain, Jordanien, Libanon, Syrien, Irak, Palästina, Jemen, Sudan, Libyen, Mauretanien und Somalia den Muttertag am 21. März. Es ist eines der seltenen Beispiele dafür, dass ein Datumsstandard in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht aus den USA, sondern aus Kairo exportiert wurde.
Letzter Maisonntag — Frankreich und seine Sphäre
Die französische Fête des mères ist 1950 gesetzlich kodifiziert worden, hat aber Vorläufer im Vichy-Regime der 1940er Jahre, das den Tag als Feier der Familie zelebrierte — eine ähnlich politische Aufladung wie in Deutschland in den 1930ern. Nach dem Krieg wurde der Tag durch das Gesetz vom 24. Mai 1950 in seiner heutigen Form etabliert: am letzten Maisonntag, sofern dieser nicht mit Pfingsten zusammenfällt; in dem Fall wird er auf den ersten Junisonntag verschoben.
Über die ehemaligen französischen Kolonien hat sich das Datum in das frankophone Afrika ausgedehnt: Senegal, Côte d'Ivoire, Mali, Kamerun, Gabun, die beiden Kongos, Tschad, Niger, Burkina Faso, Mauretanien (zusätzlich zum 21. März) und der Maghreb (außer Libyen). Auch die Dominikanische Republik und — eine Außenseiterin — Schweden übernahmen das Datum. 2026: 31. Mai.
Erster Maisonntag — die iberische Tradition
Spanien und Portugal feiern den Muttertag am ersten Sonntag im Mai. Die portugiesische Konvention reicht 1932 zurück, die spanische in derselben Periode — beide ursprünglich katholisch geprägt, mit Bezügen auf den Marienmonat. Über die portugiesische Kolonialgeschichte verbreitete sich das Datum nach Angola, Mosambik, São Tomé und Príncipe, Guinea-Bissau und Kap Verde. Über Spanien gelangte es auch nach Andorra. Ungarn, Litauen und Lettland — drei eigenständige mitteleuropäische Übernahmen — runden den Cluster ab. 2026: 3. Mai.
8. März — wo der Muttertag im Frauentag aufgeht
Im post-sozialistischen Raum erfüllt der Internationale Frauentag de facto die Funktion eines Muttertags. Die Tradition geht auf den von Clara Zetkin 1910 vorgeschlagenen Aktionstag zurück, wurde 1921 in der jungen Sowjetunion zum Feiertag erhoben und über den gesamten sowjetischen und osteuropäischen Raum exportiert.
Heute ist der 8. März in Russland, Belarus, der Ukraine, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Aserbaidschan, Turkmenistan, Usbekistan, der Mongolei sowie in Bulgarien, Albanien und im Kosovo gesetzlicher Feiertag, in dem die Würdigung der Mutter eine zentrale Rolle einnimmt. Auch in Vietnam und Laos hat der Tag diese Doppelfunktion. Diese Verschränkung von politischem Frauentag und privatem Muttertag ist eine der charakteristischsten Differenzen zwischen West und Ost in der Datierungspraxis.
Mothering Sunday — die mittelalterliche Wurzel
Das Vereinigte Königreich und Irland sind eine Sonderwelt: Sie feiern den Muttertag am vierten Fastensonntag. Das Datum wandert mit Ostern und ist damit jedes Jahr ein anderes — 2026: 15. März. Der Tag geht auf die mittelalterliche Praxis zurück, an diesem Sonntag — auch Laetare genannt — die Mutterkirche zu besuchen. Aus dem religiösen Rückkehrtag der Dienstboten und Lehrlinge zur Heimatpfarrei wurde im 20. Jahrhundert der säkulare Muttertag, bevor die amerikanische Konvention die britische teilweise verdrängte. Heute koexistieren beide, aber der vierte Fastensonntag bleibt der offizielle Termin.
Sonderfälle — wenn jedes Land seinen eigenen Tag wählt
Rund 30 Staaten folgen keiner der sechs Hauptregeln. Eine Auswahl:
- Russland: letzter Novembersonntag — eigenständiger Muttertag seit 1998, parallel zum Frauentag.
- Indonesien: 22. Dezember (Hari Ibu), in Erinnerung an den ersten indonesischen Frauenkongress in Yogyakarta 1928.
- Thailand: 12. August — Geburtstag der verstorbenen Königin Sirikit.
- Norwegen: zweiter Februarsonntag — eingeführt 1919, Wurzeln in der schwedischen Frauenbewegung.
- Mexiko: 10. Mai, fixiert — Datum wird nie auf den Sonntag verschoben, kommerziell und kulturell höchst präsent.
- Argentinien: dritter Oktobersonntag — Ursprung in der katholischen Marienverehrung.
- Bolivien: 27. Mai — Erinnerung an die Schlacht von La Coronilla 1812, in der Frauen aus Cochabamba gegen die spanischen Truppen kämpften.
- Belarus: 14. Oktober — orthodoxer Schutz der Gottesmutter.
- Costa Rica: 15. August — Mariä Himmelfahrt.
- Antwerpen (Belgien, regional): 15. August — abweichend vom belgischen Termin am zweiten Maisonntag.
Warum so viele unterschiedliche Daten?
Die Heterogenität hat drei Hauptursachen:
Erstens: Religiöse Wurzeln. Das britische Mothering Sunday ist mit Ostern verknüpft, das russische Datum mit der orthodoxen Marienverehrung, das costaricanische und das antwerpener mit Mariä Himmelfahrt. Wo der Muttertag aus religiösen Anlässen hervorging, blieb er mit dem kirchlichen Kalender verbunden.
Zweitens: Politische Setzungen. Mehrere Daten gehen auf bewusste staatliche Akte zurück — die ägyptische Reform von 1956, die französische Kodifizierung von 1950, die russische Einführung 1998, die thailändische Verbindung mit dem Geburtstag der Königin. Diese Datierungen sind nicht historisch gewachsen, sondern parlamentarisch oder dekretiert gesetzt.
Drittens: Kommerzielle Mimikry. Der Großteil der Verbreitung des amerikanischen Datums über die Welt verlief nicht über Politik, sondern über den Blumen-, Süßwaren- und Glückwunschkartenhandel. Die deutsche Einführung 1923 ist hierfür das Lehrstück: ein Verband von Blumengeschäften importierte ein Geschäftsmodell. Dasselbe Muster wiederholte sich in Brasilien (1932), Japan (1949) und einer Vielzahl asiatischer Länder im späten 20. Jahrhundert.
Komplette Länderliste — Muttertag 2026
Die folgende Tabelle listet alle 199 erfassten Staaten und Gebiete auf, sortiert nach Land. Datum 2026 gibt das jeweilige Datum dieses Jahres an, Regel die zugrundeliegende Konvention.
| Land | Datum 2026 | Regel |
|---|---|---|
| 🇦🇫 Afghanistan | 14. Juni | Königliches Dekret (1962) |
| 🇦🇱 Albanien | 8. März | Internationaler Frauentag (kombiniert) |
| 🇩🇿 Algerien | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇦🇩 Andorra | 3. Mai | Erster Sonntag im Mai (iberisch) |
| 🇦🇴 Angola | 3. Mai | Erster Sonntag im Mai (lusophon) |
| 🇦🇷 Argentinien | 18. Oktober | 3. Sonntag im Oktober |
| 🇦🇲 Armenien | 7. April | Tag der Mutterschaft und Schönheit |
| 🇦🇺 Australien | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai (US-Konvention) |
| 🇦🇹 Österreich | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇦🇿 Aserbaidschan | 8. März | Internationaler Frauentag (kombiniert) |
| 🇧🇭 Bahrain | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium |
| 🇧🇩 Bangladesch | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇧🇾 Belarus | 14. Oktober | Orthodoxer Schutz der Gottesmutter |
| 🇧🇪 Belgien | 10. Mai (Antwerpen: 15. August) | 2. Sonntag im Mai (regional in Antwerpen 15. August) |
| 🇧🇴 Bolivien | 27. Mai | Schlacht von La Coronilla 1812 |
| 🇧🇦 Bosnien & Herzegowina | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇧🇷 Brasilien | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇧🇳 Brunei | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇧🇬 Bulgarien | 8. März | Internationaler Frauentag (kombiniert) |
| 🇧🇫 Burkina Faso | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇰🇭 Kambodscha | 8. März | Internationaler Frauentag (de facto) |
| 🇨🇲 Kamerun | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇨🇦 Kanada | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇨🇻 Kap Verde | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇨🇫 Zentralafrikanische Republik | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇹🇩 Tschad | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇨🇱 Chile | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇨🇳 China | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai (informell, kein Feiertag) |
| 🇨🇴 Kolumbien | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇰🇲 Komoren | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇨🇬 Kongo (Rep.) | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇨🇩 Kongo (DR) | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇨🇷 Costa Rica | 15. August | Mariä Himmelfahrt (Feiertag) |
| 🇨🇮 Côte d'Ivoire | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇭🇷 Kroatien | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇨🇺 Kuba | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇨🇾 Zypern | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇨🇿 Tschechien | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇩🇰 Dänemark | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇩🇯 Dschibuti | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇩🇴 Dominikanische Republik | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (Feiertag) |
| 🇪🇨 Ecuador | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇪🇬 Ägypten | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium (seit 1956) |
| 🇸🇻 El Salvador | 10. Mai | Fixiert auf 10. Mai (Feiertag) |
| 🇬🇶 Äquatorialguinea | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇪🇪 Estland | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai (Flaggentag) |
| 🇫🇮 Finnland | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇫🇷 Frankreich | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (1950 kodifiziert) |
| 🇬🇦 Gabun | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇬🇪 Georgien | 3. März | Muttertag (seit 1991) |
| 🇩🇪 Deutschland | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇬🇭 Ghana | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇬🇷 Griechenland | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇬🇹 Guatemala | 10. Mai | Fixiert auf 10. Mai |
| 🇬🇳 Guinea | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇬🇼 Guinea-Bissau | 3. Mai | Erster Sonntag im Mai (lusophon) |
| 🇭🇳 Honduras | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai (Feiertag) |
| 🇭🇰 Hongkong | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇭🇺 Ungarn | 3. Mai | Erster Sonntag im Mai |
| 🇮🇸 Island | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇮🇳 Indien | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇮🇩 Indonesien | 22. Dezember | Hari Ibu — Frauenkongress 1928 |
| 🇮🇶 Irak | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium |
| 🇮🇪 Irland | 15. März | Mothering Sunday (4. Fastensonntag) |
| 🇯🇵 Japan | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇯🇴 Jordanien | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium |
| 🇰🇿 Kasachstan | 8. März | Internationaler Frauentag (Feiertag) |
| 🇰🇪 Kenia | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇽🇰 Kosovo | 8. März | Internationaler Frauentag (Feiertag) |
| 🇰🇼 Kuwait | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium |
| 🇰🇬 Kirgisistan | 8. März | Internationaler Frauentag (Feiertag) |
| 🇱🇻 Lettland | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇱🇧 Libanon | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium |
| 🇱🇮 Liechtenstein | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇱🇹 Litauen | 3. Mai | Erster Sonntag im Mai |
| 🇱🇺 Luxemburg | 14. Juni | 2. Sonntag im Juni (eigenständiges Datum) |
| 🇲🇰 Nordmazedonien | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇲🇬 Madagaskar | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇲🇼 Malawi | 15. Oktober | Tag der Mutter (festes Datum) |
| 🇲🇾 Malaysia | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇲🇱 Mali | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇲🇹 Malta | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇲🇷 Mauretanien | 21. März / 31. Mai | Arabisch + frankophon (beide Konventionen koexistieren) |
| 🇲🇽 Mexiko | 10. Mai | Fixiert auf 10. Mai (nie auf Sonntag verschoben) |
| 🇲🇩 Moldau | 8. März | Internationaler Frauentag |
| 🇲🇨 Monaco | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (französische Konvention) |
| 🇲🇳 Mongolei | 8. März | Internationaler Frauentag (Feiertag) |
| 🇲🇪 Montenegro | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇲🇦 Marokko | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇲🇿 Mosambik | 3. Mai | Erster Sonntag im Mai (lusophon) |
| 🇲🇲 Myanmar | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇳🇦 Namibia | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇳🇵 Nepal | 17. April | Mata Tirtha Aunshi (Mondkalender) |
| 🇳🇱 Niederlande | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇳🇿 Neuseeland | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇳🇮 Nicaragua | 30. Mai | Fixiert auf 30. Mai |
| 🇳🇪 Niger | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇳🇬 Nigeria | 15. März | Mothering Sunday (4. Fastensonntag) |
| 🇳🇴 Norwegen | 8. Februar | 2. Sonntag im Februar |
| 🇴🇲 Oman | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium |
| 🇵🇰 Pakistan | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇵🇸 Palästina | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium |
| 🇵🇦 Panama | 8. Dezember | Mariä Empfängnis (festes Datum) |
| 🇵🇾 Paraguay | 15. Mai | Tag der Mutter (Unabhängigkeitstag, fest) |
| 🇵🇪 Peru | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇵🇭 Philippinen | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇵🇱 Polen | 26. Mai | Fixiert auf 26. Mai |
| 🇵🇹 Portugal | 3. Mai | Erster Sonntag im Mai (iberisch) |
| 🇶🇦 Katar | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium |
| 🇷🇴 Rumänien | 3. Mai | Erster Sonntag im Mai |
| 🇷🇺 Russland | 29. November | Letzter Sonntag im November (seit 1998) |
| 🇷🇼 Ruanda | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇸🇲 San Marino | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇸🇦 Saudi-Arabien | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium |
| 🇸🇳 Senegal | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇷🇸 Serbien | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇸🇬 Singapur | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇸🇰 Slowakei | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇸🇮 Slowenien | 25. März | Festes Datum (Mariä Verkündigung) |
| 🇸🇴 Somalia | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium |
| 🇿🇦 Südafrika | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇰🇷 Südkorea | 8. Mai | Eltern-Tag (festes Datum) |
| 🇪🇸 Spanien | 3. Mai | Erster Sonntag im Mai (iberisch) |
| 🇱🇰 Sri Lanka | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇸🇩 Sudan | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium |
| 🇸🇪 Schweden | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai |
| 🇨🇭 Schweiz | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇸🇾 Syrien | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium |
| 🇹🇼 Taiwan | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇹🇯 Tadschikistan | 8. März | Internationaler Frauentag |
| 🇹🇿 Tansania | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇹🇭 Thailand | 12. August | Geburtstag Königin Sirikit |
| 🇹🇬 Togo | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇹🇳 Tunesien | 31. Mai | Letzter Sonntag im Mai (frankophon) |
| 🇹🇷 Türkei | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇹🇲 Turkmenistan | 8. März | Internationaler Frauentag |
| 🇺🇬 Uganda | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇺🇦 Ukraine | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇦🇪 VAE | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium |
| 🇬🇧 Vereinigtes Königreich | 15. März | Mothering Sunday (4. Fastensonntag) |
| 🇺🇸 USA | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇺🇾 Uruguay | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇺🇿 Usbekistan | 8. März | Internationaler Frauentag |
| 🇻🇪 Venezuela | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇻🇳 Vietnam | 22. März | Vu Lan (buddhistischer Mondkalender) |
| 🇾🇪 Jemen | 21. März | Arabisches Frühlingsäquinoktium |
| 🇿🇲 Sambia | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
| 🇿🇼 Simbabwe | 10. Mai | 2. Sonntag im Mai |
Hinweis: Die Tabelle zeigt eine Auswahl der wichtigsten Staaten. Die vollständige Recherche umfasst 199 Länder; in einigen kleineren Inselstaaten gibt es lokale Abweichungen, die in der Karte oben berücksichtigt sind.
Wann ist also Ihr Muttertag?
Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz lebt, kann sich getrost auf den 10. Mai 2026 einrichten. Wer mit Familie in Frankreich oder einem ehemals französischen Land Kontakt hält, sollte den 31. Mai einplanen. Wer Freunde im arabischen Raum hat, der 21. März. Und wer in Großbritannien oder Irland lebt — dort war der Muttertag schon am 15. März.
Die Vielfalt der Daten ist kein Zufall, sondern das sichtbare Resultat eines Jahrhunderts unterschiedlicher religiöser, politischer und kommerzieller Setzungen. Sie zeigt, wie wenig „universell" einer der vermeintlich universellsten Anlässe tatsächlich ist — und wie viel von dem, was uns selbstverständlich erscheint, das Ergebnis einer einzigen Lobbyentscheidung, eines präsidialen Dekrets oder einer kolonialen Konvention sein kann.
Quellen
- Nationale Feiertagskalender, in den Landessprachen verifiziert (Stand April 2026).
- Loi n° 50-577 du 24 mai 1950 relative à la fête des Mères (Frankreich).
- Mustafa Amin, Akhbar El-Yom 1956 (Ägypten, arabischer Muttertag).
- Karin Hausen: Mothering Sunday — historische Anmerkungen zum britischen Datum.
- Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber: Einführung des Muttertags in Deutschland 1923 (zeitgenössische Verbandsschriften).
- Bundesarchiv: Dokumente zum NS-„Ehrenkreuz der Deutschen Mutter" (1938–1945).
Englischsprachige Originalfassung mit interaktiver Karte: Mapped: When Is Mother's Day Around the World? — 199 Countries, Six Date Rules auf Mappr.co.